
HMT Leipzig Pressestelle
Pressemeldungen
Oper Alte Musik
"Venus and Adonis" – Opern-Pasticcio

Mittwoch, 9.4.2025,
Donnerstag, 10.4.2025,
Freitag, 11.4.2025, jeweils 19.30 Uhr, Dittrichring 21, Blackbox (-1.33)
Musikalische Leitung: Prof. Stephan Rath
Regie: Marie Nandico
Fachrichtung Alte Musik (Gesangssolistinnen/-solisten und Orchester) in Zusammenarbeit mit den Fachrichtungen Dramaturgie und Klassischer Gesang/Musiktheater
Opern-Pasticcio mit Werken von J. Blow, J. C. Pepusch, H. Desmarets und G. F. Händel
Der Mythos um Venus und Adonis ist ein Zeugnis zeitloser Fragen des menschlichen Zusammenlebens. Die leidenschaftliche Liebe zwischen der Göttin und dem schönen Jüngling zieht Konflikt und Tod nach sich – und Adonis muss für seine Schönheit mit dem Leben bezahlen.
Die Inszenierung von Marie Nandico, Alumna der HMT, untersucht den Mythos mit Hinblick auf die Zusammenhänge zwischen Liebe und Gewalt, Wohlwollen und Neid, Krieg und Opfer.
Karten zu 10 €, ermäßigt 7 €, HMT-Studierende 3 €
Achtung: begrenzte Platzkapazität!
weitere Aufführungen: 31. Mai, 19.30 Uhr und 1. Juni, 19.30 Uhr in der Blackbox sowie am 20. Juni beim Alte Musik Fest im Grassimuseum
Opernproduktion
Dmitri Schostakowitsch: Moskau. Tscherjomuschki

Mittwoch, 30.4.2025, 19 Uhr
Freitag, 2.5.2025, 19 Uhr
Samstag, 3.5.2025, 19 Uhr
Montag, 5.5.2025, 19 Uhr
Dienstag, 6.5.2025, 19 Uhr
Donnerstag, 8.5.2025, 19 Uhr, Grassistraße 8, Großer Saal
Inszenierung: Beverly Blankenship
Musikalische Leitung: Prof. Matthias Foremny
Hochschulsinfonieorchester, Chor, Solistinnen und Solisten der Fachrichtung Klassischer Gesang/Musiktheater
Projekt Fachrichtung Klassischer Gesang/Musiktheater
Im Mai steht wieder das große Opernprojekt der Fachrichtung Klassischer Gesang/Musiktheater auf dem Veranstaltungsplan. An sechs Abenden zeigen die Studierenden als Solistinnen und Solisten sowie im Ensemble, was sie in den letzten Wochen auf der Bühne des Großen Saales geprobt haben. Begleitet werden sie vom Hochschulsinfonieorchester.
Gespielt wird anlässlich des 50. Todestages von Dmitri Schostakowitsch seine dreiaktige Operette „Moskau, Tscherjomuschki“ in einer Kammerorchester-Version.
Die Uraufführung fand 1959 im Operettentheater Moskau statt. Tscherjomuschki (deutsch: Traubenkirsche oder Kirschgarten) ist eine Trabantenstadt im Südwesten von Moskau, wo von 1956 bis 1959 während der etwas gemäßigteren Ära unter der Regierung Chruschtschow die erste Plattenbauwohnsiedlung geschaffen wurde, um überbevölkerte Stadtteile zu entlasten. Die Siedlung bestand aus 13 vierstöckigen und 7 achtstöckigen Gebäuden (heute ist dort die Firmenzentrale von Gazprom untergebracht). Die Handlung von Schostakowitschs einziger Operette spielt, wie der Titel sagt, eben dort in Tscherjomuschki.
Inhaltlich geht es daher um das Thema Wohnungsnot – hier auf heitere und sarkastische Weise. Vor jenem Neubaugebiet stehen die Menschen mit Wohnberechtigungsscheinen an und warten auf ihre Wohnungsschlüssel. Dargestellt werden exemplarisch das Ehepaar Sascha und Mascha (leben noch getrennt voneinander in Wohnheimen), der ältere Semjon Barburow und seine selbstbewusste, wütende Tochter Lidotschka (ihre Wohnung wurde abgerissen) und der Funktionär Fjodor Drebednjow mit seiner Frau Wawa (lieben Luxus und wünschen sich eine größere Bleibe). Ein korrupter Beamter und ein Hausmeister behindern jedoch die Wohnungssuchenden …
Musikalisch bringt Schostakowitsch viele Zitate, sowohl von sich selbst (Ballette, Filmmusiken) als auch von russischen Komponisten wie Glinka, Borodin oder Tschaikowski sowie Schlager und Jazz und zeigt einmal mehr seine Begabung für Satire, obwohl er sich Jahre zuvor mit seiner gesellschaftskritischen Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ bei Stalin unbeliebt gemacht und seitdem keine Bühnenmusik mehr komponiert hatte.
Ihre deutschsprachige Erstaufführung in Leipzig erlebte die Operette übrigens 1962 am Theater „Kleines Haus Dreilinden“, dem Vorgänger der Musikalischen Komödie.
ACHTUNG: Die Premiere am 30. April, 19 Uhr, ist eine Benefizveranstaltung der Leipziger Stadtbau AG. Alle Erlöse kommen der Stiftung der HMT zugute.
Karten zu 15 €, ermäßigt 11 €, HMT-Studierende 3 € unter Tel. 0341/2144-615 (Mo-Fr 13-15 Uhr) und unter reservix.de