Fakultät III der HMT Leipzig

Zusammensetzung und Profil der Fakultät

Die Fakultät III ist die größte Fakultät der HMT. Sie ruht auf den drei Säulen von Kunst, Pädagogik und Wissenschaft an folgenden Fachrichtungen und Instituten:

Wissenschaft, Kunst und Pädagogik stehen in der Fakultät III einerseits gleichberechtigt mit ihrem jeweils vollen Eigenanspruch nebeneinander und arbeiten andererseits in verschiedenen Konstellationen zusammen. Pädagogische, wissenschaftliche und künstlerische Arbeit bilden ein Dreieck, dessen Schwerpunkt je nach Studiengang und Projekt gesetzt wird.

Lehre

Dem Profil der Fakultät III entsprechend umfassen die hier angebotenen Bachelor- und Master-Studiengänge alle drei Themenfelder. Weitere Informationen zu den Studiengängen finden Sie auf den Seiten der Fachrichtungen und Institute. Das Institut für Musikpädagogik betreut außer der Instrumentalpädagogik sowie der Elementaren Musik- und Tanzpädagogik die Musikanteile der Lehramtsstudiengänge in Staatsexamens- sowie BA-/MA-Studiengängen in Kooperation mit der Universität Leipzig. Die Fachrichtung Komposition/Tonsatz und das Institut für Musikwissenschaft fungieren über die eigenen Studiengänge hinaus zudem als Querschnittsbereiche mit Angeboten für alle musikbezogenen Fachrichtungen der Hochschule. Dieses Lehrprogramm wird im postgradualen Bereich abgerundet. Am Kirchenmusikalischen Institut und an der Fachrichtung Komposition/Tonsatz ist das künstlerische Meisterklassenstudium möglich; an der Fakultät III sind das Promotions- und Habilitationsrecht der HMT sowie der wissenschaftliche Graduiertenstudiengang angesiedelt.

Forschung und Projekte

Die Fakultät III versteht sich gleichberechtigt zur akademischen Lehre auch als Forschungsstätte mit Exzellenzanspruch. Über einschlägige Projekte und Drittmittelprojekte sowie Publikationen ihrer Angehörigen informieren die Seiten zu den Fachrichtungen/Instituten und zu den einzelnen Personen.

Darüber hinaus gestaltet die Fakultät III eine Reihe eigener Veranstaltungsformate:

  • Im Forum werden aktuelle Projekte aus der Fakultät III kurz vorgestellt, um über Arbeitsvorhaben der drei Bereiche ins Gespräch zu kommen.
  • Die Veranstaltungsreihe Musik und Gender widmet sich in Einzelvorträgen, Tagungen, Konzerten und Diskussionsveranstaltungen der Geschlechterforschung.
  • Das Fakultätsprojekt dient als Plattform für einen thematisch fokussierten Austausch aktueller Positionen aus dem Einzugsgebiet der Fakultät III.

Fakultätsrat

Dekan: 

Prof. Jan Scheerer

 

 

 

Sekretariat des Dekans

- bitte über diesen Weg Kontakt aufnehmen -

Gabriele Wand

Telefon: +49 341 2144 531

eMail-Kontakt Dekanat


Prodekan:innen

Prof. Christoph Göbel

Prof. Dr. Ines Mainz

Mitglieder des Fakultätsrates

Professor:innen:

Prof. Christoph Göbel

Prof. Rainer Lautenbach

Prof. Dr. Ines Mainz

Prof. Dr. Constanze Rora

Prof. Meike Senker

Prof. Ipke Starke

Akademische Mitarbeiter:innen:

Julia Bartha

Dr. Jens-Dag Kemser

Studierende:

Samuel Körber

Lucas Reis

Gleichstellungsbeauftragte:

Katrin Bräunlich

stellv. Gleichstellungsbeauftragte:

Prof. Eva Kirchner

Annelie Ripke

Prüfungsausschuss

Vorsitzender:

Prof. Jan Scheerer

Hochschullehrer:innen:

Prof. Christoph Göbel

Julia Bartha

studentisches Mitglied:

Erdmuthe Kraatz

Sachbearbeiterin Prüfungsamt:

Katharina Ruhe

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Forum

Im Forum werden Projekte der Fachrichtungen und Institute der Fakultät III und ihrer Partner präsentiert. Ziel ist es, über laufende und kürzlich abgeschlossene Arbeitsvorhaben aus Kunst, Pädagogik und Wissenschaft ins Gespräch zu kommen.

Das letzte dokumentierte Forum fand am 08.05.2019 statt:

Programm

14:15–18:00 Uhr, D 1.04

  • 14:15 Uhr – Julia Bartha: »Inspiration Debussy: Claude Debussys Préludes und Thorsten Enckes Apréludes – CD-Präsentation mit Klaviervortrag und Erläuterungen
  • 14:45 Uhr – Robert Christoph Bauer und Robert Rabenalt: »Vorstellung der Tagung Form in der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts«
  • 15:15 Uhr – Kaffeepause
  • 15:45 Uhr – Roland Börger und Martin Schmeding: »Aktuelle Projekte am Kirchenmusikalischen Institut«
  • 16:15 Uhr – Daniela Sammler (Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften): »Musik und Sprache in Interaktion«
  • 16:45 Uhr – Kaffeepause
  • 17:15 Uhr – »Zeitgestalten – Zeit gestalten: Vorstellung und Überreichung der Festschrift für Gesine Schröder« mit Martin Kürschner und Ipke Starke (Grußworte), Tilo Augsten (Klavier), Martina Sichardt (Moderation)

Postersektion:

  • Fachrichtung Dramaturgie: »Kinderspiele – Dramaturgien der Kindheit im Gegenwartstheater« (Jens-Dag Kemser)
  • Fachrichtung Komposition/Tonsatz: »AMA-teur-Gesänge für acht Kontrabässe (2018/19)« (Sarvenaz Safari)
  • Institut für Musikpädagogik: »Der Analytical Short Film (ASF) in der Lehramtsausbildung« (Nora-Elisabeth Peters und Daniel Prantl)
  • Institut für Musikwissenschaft: »Zarlino deutsch«, »Pixel-Art und Chiptunes«
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Musik und Gender

Koordination: Prof. Dr. Constanze Rora, Elisabeth Sasso-Fruth, Prof. Dr. Martina Sichardt

09.02.2019: Zur pianistischen Interpretation – Clara Schumann zum 200. Geburtstag

Französisch-deutsches Kolloquium mit Vorträgen von Catherine Deutsch (Paris), Gudrun Franke (Leipzig), Fojan Gharibnejad (Leipzig), Alexander Meinel (Leipzig), Elisabeth Posnjakow (Leipzig), Imyra Santana (Paris), Gesine Schröder (Leipzig und Wien), Gabriele Slizyte (Paris) und Viviane Waschbüsch (Paris)

Ausrichtung: Catherine Deutsch, Gesine Schröder, Viviane Waschbüsch

08.02.2019: Musikwissenschaft und Genderforschung – Eine Tagung für Clara Schumann

Symposium und Podiumsdiskussion

  • Vorträge von Prof. Dr. Beatrix Borchard, Dr. Mirjam Gerber, Prof. Dr. Florian Heesch, L. J. Müller und Prof. Dr. Gesine Schröder
  • weitere Beiträge von Kyra Steckeweh (Filmpräsentation) und Arsen Tanchev (Klavier)
  • Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Beatrix Borchard, Prof. Dr. Florian Heesch, Eva Meitner,
  • Prof. Dr. Gesine Schröder und Kyra Steckeweh, moderiert von Elisabeth Sasso-Fruth

Ausrichtung: Albrecht Buder, Julian Dittrich, Louisa Hutzler, Mara Muck und Helen Clarissa Wilde (Studierende am Institut für Musikwissenschaft); Berichte in LVZ (12.02.2019), nmz, mdr/TV und mdr/Radio

 

03.01.2018: Spielfrau, Nonne, Bürgerstochter, Cortigiana: Frau und Musik in Mittelalter und Renaissance

Vortrag von Priv.-Doz. Dr. Katharina Hottmann (Hamburg); Moderation: Prof. Dr. Martina Sichardt

 

14.11.2017: KünstlerinnenKarrieren – Zwischen Traum und Wirklichkeit

Podiumsdiskussion mit Julia Hülsmann (Jazzpianistin), Katy Müller (Grafikdesignerin), Jasmin Solfaghari (Opernregisseurin) und Katja Strunz (Bildende Künstlerin); Moderation: Julia Schäfer (Kuratorin)

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« und der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in Kooperation mit der Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen

 

25.11.2016: Eine andere Musikgeschichte?! Der Fall Pauline Viardot-Garcia

Vortrag von Prof. Dr. Beatrix Borchard (Hamburg); Moderation: Prof. Dr. Martina Sichardt

 

10.01.2014: Instrument und Körper – Neue Erkenntnisse zur Geschichte der musizierenden Frau im 19. Jahrhundert

Vortrag von Prof. Dr. Freia Hoffmann (Oldenburg); Moderation: Prof. Dr. Martina Sichardt

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Fakultätsprojekt

Gesten gestalten – Spielräume zwischen Sichtbarkeit und Hörbarkeit, 14. bis 16. Januar 2016

»Am einen Ende der Skala gibt es die majestätischen und wenig zahlreichen Gesten, deren Bedeutung auch durch Jahrtausende noch nicht ausgeschöpft ist. Am anderen Ende gibt es jene Vielzahl leerer Gesten, die wir machen und um uns herum beobachten und die versuchen, die unseren Stimmungen durch die majestätischen Gesten vorgegebene ›ursprüngliche‹ Bedeutung auszuschöpfen.« (Vilém Flusser)

Anders als die konventionell fixierten Symbole der Sprache scheinen viele Gesten spontan und unmittelbar zu entstehen. Doch bei näherer Betrachtung erweist sich diese Annahme als trügerisch. Gesten sind gleichfalls Prozessen der Konventionalisierung unterworfen, sind eher angeeignet als spontan und nicht selten eher stereotyp als individuell. Im Spannungsverhältnis zwischen Individualität und Konventionalität, zwischen Fülle und Leere müssen sich auch die gestalteten Gesten der Kunst behaupten. Das Interesse des ersten Fakultätsprojektes der Fakultät III bestand darin, diesen Bereich zwischen Leere und Fülle sowie auch zwischen Sichtbarkeit und Hörbarkeit gestalteter Gesten auszuloten. Dabei wechselten sich wissenschaftliche und künstlerische Perspektiven auf die Thematik ab.

Die Konzertperformance LICHTsKLANGRÄUME verwandelte das Hauptgebäude der HMT in diesem Rahmen in einen Raum, der dem Publikum ungewohnte Perspektiven und neue musikalisch-szenische Erfahrungen eröffnete. In interdisziplinären Performances, Installationen und experimentellen Konzerten setzten sich Studierende der Hochschule und der Kunstpädagogik der Universität Leipzig mit dem Thema Geste auseinander: Gesten entstehen in der körperlichen Bewegung, sie überschreiten die Grenzen sprachlicher Kommunikation und als Denkfigur birgt die Geste ein kritisch-dynamisches Potenzial. Diese Möglichkeiten nutzten die Studierenden, um innerhalb der Architektur und der musikalischen Tradition der Hochschule neue Spielräume zu suchen: Welchen Gestus vermittelt das 1887 vom Architekten Hugo Licht entworfene Gebäude (daher der Titel: LICHTsKLANGRÄUME) und wie schreiben sich heutige Performer darin ein? Mit welcher Erwartungshaltung besucht ein Konzertpublikum diesen Ort und wie können gängige Konventionen überschritten werden?

Die Ergebnisse des Symposiums sind dokumentiert im Kongressbericht Gesten gestalten – Spielräume zwischen Sichtbarkeit und Hörbarkeit, hrsg. von Constanze Rora und Martina Sichardt, Hildesheim u.a.: Olms 2018.

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